Aktien werden für die Erbschaftsteuer mit dem Wert am Todestag angesetzt

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[ 12.07.2010 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

 

Sammelbezeichnung für Wertpapiere,die an der Börse gehandelt werden. Aktien werden von Aktiengesellschaften ausgegeben. Der Aktionär kauft an der Börse diese Urkunden, die ihn als Teilhaber ausweisen. Er erhält jährlich Dividende (Anteil am Gewinn), wenn das Unternehmen Gewinne macht. Der Aktionär kann seine Aktien jederzeit an der Börse zu dem  jeweiligen Tageskurs verkaufen, aber auch kaufen.

Einkommensteuerlich ist zu beachten, dass für Aktien, die ab dem 1.1.2009 gekauft wurde, jeglicher Veräußerungsgewinn zu versteuern ist. Für Aktien, die bis zum 31.12.2008 gekauft wurden, galt nur eine einjärhrige Spekulationsfrist. Hier ist ein Veräuerungsgewinn bei Verkäufen ab 2010 nicht zu versteuern.

Erbschaftsteuerlich gilt das Stichtagsprinzip.

Befinden sich in einer Erbschaft Aktien, so ist für die Festsetzung der Erbschaftsteuer deren Wert zum Todestag maßgebend. Ob dieser Wert nach dem Todesfall fällt, interessiert das Finanzamt nicht. Dies gilt selbst dann, wenn der Kurswert der Aktien beim Erhalt des Erbschaftsteuerbescheides weniger beträgt als die darin verlangte Erbschaftssteuer. Sie ist dann aus dem privaten Vermögen zu zahlen!

Ein Beispiel (Steuerzahlen aus 2004, gilt aber vom Prinzip her immer noch):

Kurswert der Aktien zum Todestag: 255.200 Euro,

Großneffe (Stkl. III) erbt alles;

Aktienwert bei Bezahlung der Erbschaftsteuer: nur noch 50.000 Euro

Erbschaftssteuer aber: 57.500 Euro

Ausnahme: Nur wenn der Erbe zunächst ohne eigene Schuld gehindert war, über das Aktiendepot zu verfügen, kann ein Billigkeitserlass helfen.

 

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Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

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