Anrechnung auf den Pflichtteil: Gut gedacht und falsch gemacht?

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[ 02.03.2010 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Ein Pflichtteilsberechtigter muss sich auf seinen Pflichtteil anrechnen lassen, was ihm der Erblasser zu Lebzeiten mit dieser Bestimmung übergeben hat.

Die Anrechnungsbestimmung muss vor oder bei der Übergabe vom Erblasser erklärt worden sein, damit sie wirksam ist.

Beispiel: Der verwitwete Vater schenkt dem Sohn 10.000 Euro mit Anrechnungsbestimmung. Er enterbt den Sohn und setzt die Tochter zur Alleinerbin ein. Der Nachlasswert beträgt 90.000 Euro.

Pflichtteil des Sohnes : 90.000 + 10.000 = 100.000 hiervon Pflichtteil 1/4 = 25.000 abzüglich Vorempfang von 10.000 Euro = 15.000 Euro.

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