Anwalts- oder Notarfehler: Die Haftpflichtversicherung zahlt

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[ 09.10.2013 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Anwälte und Notare haften für Fehler bei der Testamentserrichtung auf Schadensersatz

Nach fester Rechtsprechung ist der  Rechtsanwalt, soweit sein Mandant nicht unzweideutig zu erkennen gibt, dass er des Rats nur in einer bestimmten Richtung bedarf, zur allgemeinen umfassenden und möglichst erschöpfenden Belehrung des Mandanten verpflichtet. Es ist Sache des Anwalts, dem Mandanten diejenigen Schritte anzuraten, die zu dem erstrebten Ziel zu führen geeignet sind. Er hat Nachteile für den Auftraggeber zu verhindern, soweit solche voraussehbar und vermeidbar sind. Unkundige muss er über die Folgen ihrer Erklärungen belehren und vor Irrtümern bewahren. Der Anwalt muss den Mandanten – anders als der Notar- auch über mögliche wirtschaftliche Gefahren des beabsichtigten Geschäfts belehren.

Dieser allgemeine Pflichtenkatalog wirkt sich dahin aus, dass auch bei der Testamentserrichtung sämtliche Nachteile und wirtschaftlichen Gefahren für den Erbfall vom Anwalt zu durchdenken sind.

Der Anwalt muss – wenn mehrere Maßnahmen in Betracht kommen – diejenige treffen, welche die sicherste und gefahrloseste ist, und von mehreren möglichen Wegen denjenigen zu wählen, auf dem der erstrebte Erfolg am sichersten zu erreichen ist.

Den Fehler beweisen muss später aber immer der ehemalige Mandant bzw. dessen Erben oder durch das Testament eigentlich Begünstigte. Im deutschen Recht gilt nämlich der Grundsatz, dass derjenige, der einen Anspruch geltend macht, auch die Tatsachen beweisen muss. Die Beweilsast für die Schlechterfüllung des Anwaltsvertrages (§§ 675,611 BGB) trägt also der Mandant bzw. dessen Erben.

Tipp: Fragen Sie Ihrem Anwalt so lange Löcher in den Bauch bis Sie alles verstanden haben. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Anwalt schwimmt und er Fragen nicht überzeugende beantworten kann, stimmt etwas nicht. Dann ist eine Zweitstimme bei einem anderen Anwalt einzuholen. Ein guter Anwalt ist auf sein Gebiet spezialisiert und macht nicht noch tausend andere Sachen nebenher. Für mich ist es unverständllich, wie jemand als Fachanwalt für Erbrecht und als Fachanwalt für Arbeitsrecht auftreten kann. Auch bei Fachanwälten für Familienrecht und Erbrecht besteht die Gefahr, dass Sie bei einer Kanzlei, die im Grunde genommen eine Familienrechtskanzlei ist, im Erbrecht – trotz Fachanwaltstitel, der viel zu leicht vergeben wird – schlecht beraten können. Gehen Sie also zum langjährigen Spezialisten, der nichts anderes als Erbrecht macht.

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Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

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