Ausgleichung im Erbrecht: So wird gerechnet

Fachanwalt für Erbrecht Gerhard Ruby, Rottweil – Villingen – Radolfzell

Berechnung bei Ausgleichung

Angenommen 5 Kinder erben zu je 1/5 als gesetzliche Erben des verwitweten Vaters. Der Nachlass soll 800.000 betragen.  Kind A hat vom Vater aber schon 400.000 und Kind B schon 600.000 zu dessen Lebzeiten erhalten. Der Vater hatte bei der Zuwendung an A und B angeordnet, dass diese Vorempfänge später bei der Erbteilung auszugleichen sind.

Nachlasswert   800.000 wirklicher Nachlass
+Vorempfänge: A 400.000 gedanklich hinzugerechnet
  B 600.000 gedanklich hinzugerechnet
gedanklicher Ausgleichungsnachlass   1.800.000,  
von dem jedes Kind 1/5 erhielte, also jeweils   360.000  

Ausscheiden bei der Erbteilung

Wären die Vorempfänge für A und B im Nachlass geblieben, hätte also jedes der 5 Kinder 360.000 erhalten. A hat mit 400.000 aber schon zu Lebzeiten mehr erhalten als 360.000. Das Gleiche gilt für B der zu Lebzeiten bereits 600.000 erhalten hat. A und B scheiden deshalb bei der Erbteilung aus.

Ihren Mehrempfang von 40.000 (A) und 240.000 (B) müssen sie aber nicht zurückzahlen.

Teilung unter den Verbliebenen

Somit ist der Nachlass unter den drei verbleibenden Kindern C, D und E zu teilen.

Nachlasswert 800.000,00 wirklicher Nachlass
wovon C, D und E je 1/3 erhalten 266.666,66 wirklicher Erbteil
Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Menü