Berliner Testament: Kann ein gemeinschaftliches Testament widerrufen werden?

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Spezialist Erbrecht

Ja, es muss aber bei einem Widerruf (natürlich zu Lebzeiten) dafür gesorgt werden, dass der andere Ehegatte von dem Widerruf der Verfügung seines Ehegatten erfährt. Nur so kann er auf die sich aus dem Widerruf ergebende Unwirksamkeit der eigenen Verfügung reagieren. Der Widerruf muss als notariell zu beurkundende Widerrufserklärung in Urschrift oder in einer Ausfertigung dem anderen Ehegatten zugehen. Am Besten stellt man ihn durch den Gerichtsvollzieher zu, wobei darauf zu achten ist, dass der Gerichtsvollzieher wirklich die Urschrift oder eine Ausfertigung zustellt. Wir haben schon erlebt, dass der Gerichtsvollzieher eine Kopie fertigte und lediglich die Kopie zustellte.

Zudem bleibt die Möglichkeit, das gesamte gemeinschaftliche Testament aufzuheben. So kann durch ein neues gemeinschaftliches Testament das frühere aufgehoben werden. Dies kann durch ausdrückliche Erklärung in einem gemeinschaftlichen Testament oder durch widersprechende Verfügungen in einem neuen gemeinschaftlichen Testament geschehen. Das gemeinsame Testament kann auch ganz einfach durch Vernichtung des alten Ehegattentestaments durch beide Ehegatten widerrufen werden.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Menü