Checkliste: Wie vererbe ich richtig?

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[ 09.05.2015 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

  • Ein Testament kann privatschriftlich erstellt werden. Voraussetzung ist Handschriftlichkeit von A bis Z. Das Wichtigste am Testament ist die Erbeinsetzung: „Mein Erbe ist ….“ „Meine Erben sind….“. Ort, Datum und Unterschrift nicht vergessen. Machen Sie einen Entwurf und gehen sie damit zum Fachanwalt für Erbrecht, der übrigens immer günstiger als der Notar sein muss. Der oder die Erben bekommen zunächst alles. Sollen sie einzelne Gegenstände an andere Personen herausgeben, müssen sie ein Vermächtnis aussetzen: „Meiner Nichte Evelyn vermache ich meinen gesamten Schmuck.“
  • Bei einem Erbvertrag, der nicht mehr abgeändert werden kann, ist notarielle Beurkundung erforderlich.
  • Bitte keine Muster aus dem Internet verwenden. 
  • Alte Testamente am Besten vernichten.
  • Lebensversicherungen gehen meistens am Nachlass vorbei an die Bezugsberechtigten. Bitte beim Versicherungsbüro nachfragen wer das ist, und die „Richtigen“ eintragen lassen.
  • Soll ein Testamentsvollstrecker Ihren letzten Willen durchsetzen. Testamentsvollstreckung macht bei Sorgenkindern und minderjährigen Kindern fast immer Sinn.
  • Bei behinderten Kindern an ein sogenanntes Behindertentestament denken, damit der Staat das Erbe nicht abgreift.
  • Unternehmer brauchen immer ein Testament. Mit dem Steuerberater abklären. Den Unternehmensnachfolger am Besten als Alleinerben einsetzen und den Ehegatten und die anderen Kinder mit Vermächtnissen absichern.
  • Nachträge unter ein Testament sind möglich. Ort, Datum und Unterschrift nicht vergessen.
  • Passt mein altes Testament noch?
  • Denken Sie an eine Vorsorgevollmacht, die sie für nur 10 Euro bei der Betreuungsbehörde beim Landratsamt beglaubigen lassen können. Wenn sie dem Bevollmächtigten nicht hundertprozentig vertrauen, setzen sie ihn besser mit einer Betreuungsverfügung zum Betreuer ein, dann wird er vom Betreuungsgericht kontrolliert.
  • Denken Sie an Bankvollmachten über den Tod hinaus.
  • Denken Sie an eine Patientenverfügung.
  • Eltern minderjähriger Kinder sollten eine Sorgerechtsbestimmung ins Testament aufnehmen.

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Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

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