Chronik von Radolfzell

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[ 27.09.2013 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Die Erbrechtskanzlei RUBY ist u.a. am Bodensee in Radolfzell zu Hause. Wir veröffentlichen hier Daten aus der Geschichte Radolfzells in chronologischer Folge:

  • 8000 v. Chr:

    Besiedlung Radolfszells in der Mittelsteinzeit
    Radolfzell: 
    Durch Funde kann eine Besiedlung durch Jäger und Fischer bis in die Mittelsteinzeit nachgewiesen werden. Reisig- und Schilfhütten an der Radolfzeller Bucht. 

    Allgemeines
    :
    Die Mittelsteinzeit beginnt in Mitteleuropa mit der nacheiszeitlichen Wiederbewaldung etwa um 9600 v. Chr. Die nacheiszeitliche Wiederbewaldung führte zu einer veränderten Lebensweise, wie der Jagd auf Standwild, Zunahme der Fischerei, Herstellung von Booten oder Geräten aus Rothirschgeweih. Das Ende der Mittelsteinzeit wird mit dem Übergang zur produzierenden Wirtschaftsweise definiert und erfolgte regional unterschiedlich: im südlichen Mitteleuropa mit der Bandkeramik ab etwa 5500 v. Chr.

  • 724:

    Pirmin gründet das Kloster Reichenau

    Radolfzell:
    Im damals heidnischen Alamannien gründet der Wandermönch Pirminius des Inselklosters Reichenau, zu dem bald auch die Mettnau und das heutige Radolfzeller Gebiet gehören. Das Kloster Reichenau war neben den Klöstern in Fulda und St. Gallen das wichtigste Kloster der karolingischen Zeit.Allgemeines:
    In Europa ist das 8. Jahrhundert Teil des Frühmittelalters (ca. 500-1050). Zentraleuropa wurde im 8. Jahrhundert durch den Aufstieg des Fränkisches Reiches geprägt, das am Ende des Jahrhunderts unter Karl dem Großen West- und Zentraleuropa beherrschte. In Zentral- und Nordeuropa breitete sich das Christentum weiter aus. 719 hatte Bonifatius von Papst Gregor den Auftrag zur Missionierung erhalten. Danach bekehrte er vor allem auf dem Gebiet des heutigen Deutschland zahlreiche Menschen zum Christentum. 
  • um 770:
    Quelle:  unbekannt
    Radolf  bzw. Radolt, Bischof von Verona, der Gründer von Radolfzell, wurde um 770 geboren
    Radolfzell:
    Geburt von Radolf, dem späteren Bischof von Verona und Gründer der Stadt Radolfzell (Cella Ratoldi). Er war vermutlich ein Sohn des Grafen Adalhard, der von 763 bis 765 die Bertholdsbaar regierte. Damit gehörte Radolf einem Zweig des später einheimischen Fürstengeschlechts der Zähringer an. Ausbildung Radolfs an der berühmten Klosterschule der Reichenau. Danach Kleriker bei Bischof Egino von Verona und an der Spitze der Hofgeistlichkeit des Langobardenkönigs Pippin, eines Sohnes Karls des Großen der in Italien Unterkönig war.

    Allgemeines:
    Die Pest verschwindet um 770 für fast 600 Jahre aus Europa und dem Mittelmeerraum. Der südöstliche Teil des Fankenreichs (von Burgund und Aquitanien bis Alemannien) wird von Karlmann I., dem Bruder und Mitregenten Karls des Großen regiert. Karlmann I. war neben Karl König der Franken von 768 bis 771. Danach wurde Karl Alleinherrscher. Karlmanns Frau und ihre beiden Kinder flüchteten nach Karlmanns Tod in das Langobardenreich und stellten sich unter den Schutz des langobardischen Königs. Jedoch verschwinden sie nach 773/4 aus den Quellen, nachdem sie der Gefolgschaft Karls in die Hände gefallen waren. Sie wurden, so nimmt man an, beiseite geschafft, um Karl die Alleinherrschaft über das gesamte Frankenreich zu ermöglichen.

     

  • 799:

    Sarkophag des Hl. Radolf im Radolfzeller Münster
    Radolfzell:
    Radolf wird Bischof von Verona. Seine Amtszeit endet 840.

    Allgemeines: 
    Karl der Große regiert. Nach einem Attentat gegen Papst Leo III. durch die innerrömische Opposition, die seine Annäherung an die Franken missbilligte, flieht der Papst verwundet zu Karl dem Großen über die Alpen.Karl sagt die Untersuchung des Falles zu; um auch die Gegner des Papstes anzuhören, wird eine Romreise Karls für das nächste Jahr vereinbart. Bei dieser Reise wird Karl dann 800 zum Kaiser gekrönt werden. 799 ist auch das Jahr des zweiten Awarenaufstand im Osten des Reiches, danach gründet Karl der Große die Marcha orientalis.

  • 826:
    Quelle:  Christof Stadler
    Radolt gründet Radolfzell
    Radolfzell:
    Radolfzell wurde von Bischof Radolt von Verona (Amtszeit 799 bis 840, gestorben um 847) gegründet, nach dem die Stadt ihren Namen erhielt (lat.: Cella Ratoldi).

    Allgemeines:
    Ludwig der Fromme ist seit 814 König des Fränkischen Reiches. Er war Sohn und Nachfolger Karls des Großen und führte dessen Reformpolitik zunächst erfolgreich weiter. In Auseinandersetzungen mit seinen eigenen Söhnen zweimal vorübergehend abgesetzt (830, 833/34), gelang es Ludwig dem Frommen jedoch nicht, ein überlebensfähiges fränkisches Großreich zu schaffen – drei Jahre nach seinem Tod wurde das Frankenreich im Vertrag von Verdun (843) aufgeteilt.
     

  • bis 900:
    Radolfzell:
    Es bestand wohl zwischen der Mettnau und der Reichenau noch eine Landverbindung.
  • 930:
    Ältester Überlieferungsträger der Gründungsgeschichte Radolfzells ist eine Reliquienübertragungslegende des Klosters Reichenau und Teil der Sammelhandschrift des Reichenauer „Codex domesticus“.Die zur Zeit König Heinrichs I. (919–936) von einem anonymen Verfasser um 930 entstandene Schrift berichtet in der Translationslegende De miraculis et virtutibus beati Marci evangelistae, wie der Veroneser Bischof Radolt auf einer Reise in seine alemannische Heimat auch auf die Klosterinsel Reichenau gekommen sei. Radolt habe den Abt (Haito?) gebeten, ihm die am nördlichen Inselufer gegründete Kanoniker-Zelle Eginos, seines 802 verstorbenen Lehrers und Vorgängers auf dem Veroneser Bischofsstuhl, zu überlassen. Der Abt, der ihm diesen Wunsch nicht erfüllen wollte, habe ihn auf einen anderen, von ihm ausersehenen Ort am gegenüberliegenden Seeufer verwiesen, von dem es in der besagten Reichenauer Schrift heißt: „Dieser Ort nun von dem Kloster jenseits des Sees gegen Nordwesten zwei Meilen entfernt, war überaus lieblich gelegen, jedoch nur von Fischern bewohnt und zu keinem andern Anbau geeignet. Ihn also begann Radolt herzurichten und Wohnungen nebst einer Kirche zur Ehre Gottes daselbst zu erbauen und die so gegründete Zelle nach sich Radoltszelle zu benennen, wie es noch heute ist. Nachdem er sie mannigfach geschmückt und ganz nach seinem Sinne ausgestattet hatte, kehrte er wieder an seinen Bischofssitz zurück.“ In der Folge habe sich Radolt gegen beträchtliche Summen Geldes in Venedig Reliquien des Evangelisten Markus und in Treviso die Gebeine des Heiligen Senesius und Theopontus erworben. Die Markus-Reliquien habe er 830 in die Reichenau überführt, die letzteren in seiner Zell-Kirche beigesetzt, die wohl bereits früh zu einem Wallfahrtsort der beiden Heiligen, Schutzpatrone der späteren Stadt, wurde. 
  • 1100: 
    Im Jahr 1100 kam es unter dem Reichenauer Abt Ulrich II. von Dapfen und mit Zustimmung Heinrichs IV. nach Allensbach „in dem Weiler Radolfs“ (in villa Ratolfi) zur zweiten Marktgründung des Klosters, vermutlich verbunden mit einem eigenen Münzrecht: neben dem Bauern- und Fischerdorf, dem alten reichenauischen Kelhof und der Kirche Radolfs, die in der Obhut eines Chorherrenstifts stand, wurde ein von dem Kelhof getrennter Handelsplatz mit eigenem Recht konstituiert. Die Marktrechtsurkunde von 1100 gilt als die früheste in Südwestdeutschland überlieferte Urkunde über die Schaffung eines eigenen städtischen Grund- und Bodenrechts, das im Stadtrecht von Freiburg im Breisgau 1120 weiter ausgebildet wurde. Gleichzeitig wurde die Siedlung erweitert und wenig später mit dem Bau einer Stadtmauer und ihrer vier ältesten Tortürme begonnen, von denen drei neben den Resten der Stadtmauer heute noch erhalten sind. Die Äbte der Reichenau, welche in den Anfängen der Siedlung Grund- und Hofrechte, mithin die unbeschränkte Herrschaft über den Ort als Eigengut des Klosters besaßen, belehnten und vergaben auch das Vogteirecht an Reichenauer Ministerialen, die ihrerseits zusammen mit dem jeweiligen Meier und Schultheiß für die Gerichtsbarkeit bzw. für die recht- und regelmäßigen Abgaben der Zinsbauern (Censualen) und Hörigen an die Reichenauer Lehensgeber zuständig waren.
  • 1267:
    Erst 1267 erhielt Radolfzell die Stadtrechte und wird in diesem Zusammenhang wieder der „rechtmäßigen Gewalt“ eines Reichenauer Abtes (Albrecht von Ramstein) unterstellt, nachdem es zwischenzeitlich den Herren von Friedingen, welche Vogt- und Meieramt über Radolfzell ausübten, unterstanden hatte.
  • 1298:
    Aber nicht lange nachdem die Reichenau die Vogtei über Radolfzell zurück erworben hatte, verkaufte im Jahr 1298 der Konstanzer Bischof Heinrich II. von Klingenberg, unter dessen Pflegschaft das äbtelose und hoch verschuldete Kloster Reichenau damals stand, die Vogtei über Radolfzell samt den Dörfern Aach (Hegau), Überlingen am Ried, Böhringen und Reute (Radolfzell) an die Habsburger unter König Albrecht I. (HRR). Im Habsburger Urbar zu Beginn des 14. Jahrhunderts wird Radolfzell zusammen mit Böhringen, Überlingen und Reute denn auch – zum habsburgischen Amt Aach gehörig – geführt.Radolfzell sollte die nächsten 500 Jahre nahezu ununterbrochen unter der Herrschaft Habsburg-Österreichs bleiben.
  • 1415:
    Radolfzell erhielt als Folge der Ächtung Herzog Friedrichs IV. die Reichsfreiheit – Friedrich hatte dem auf dem Konstanzer Konzil weilenden Papst Johannes XXIII. zur Flucht verholfen.
  • 1455:
    Radolfzell kam wieder unter habsburgisch-österreichische Herrschaft, gehörte zur Landgrafschaft Nellenburg und zählte zu den schwäbisch-österreichischen Ständen.
  • 1609:
    Radolfzell wurde Sitz des Ritterkantons Hegau. Die Kanzlei befand sich im Ritterhaus, einem ehemaligen Adelshof, der 1810 Sitz des Bezirksamtes wurde.
  • 1806: 
    Radolfzell fiel an Württemberg.
  • 1810:
    Radolfzell kam im Tausch an das Großherzogtum Baden. Hier wurde die Stadt Sitz eines Bezirksamtes, dem Bezirksamt Radolfzell, das 1872 aufgelöst wurde. Seither gehört Radolfzell zum Bezirksamt Konstanz, aus dem 1939 der Landkreis Konstanz hervorging.
  • 29.7.1932:
    Kurz vor der Reichstagswahl, hatte die NSDAP zusammen mit der NSEAP in Radolfzell eine Wahlkampf-Kundgebung im Mettnau-Stadion mit Adolf Hitler als Redner und vor tausenden Zuhörern organisiert.
  • 30.1.1933:
    Nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler kam es am Abend des 30. Januar 1933 in Radolfzell zu einem großen Fackelzug der Parteiorganisationen.
  • 1933/34:
    Es erfolgte die Auflösung bzw. ‚Gleichschaltung‘ der politischen Parteien, Betriebe, Behörden und Schulen der Stadt; Umbenennung zahlreicher Straßen und Plätze nach prominenten Nationalsozialisten.
  • 1934:
    Anfang 1934 wurde der bisherige Bürgermeister Otto Blesch aus seinem Amt verdrängt und von NSDAP-Kreisleiter und Gauinspekteur Eugen Speer ersetzt. Starke Zunahme der SA-Mitgliederzahl im Jahr 1934: Radolfzell wurde Sitz einer SA-Reiter-Standarte.
  • 1935:
    Auf Initiative der Stadtverwaltung, die sich für diesen Standort nachdrücklich eingesetzt hatte, wurde Ende 1935 im Norden der Stadt mit dem Bau einer weiträumigen Kaserne der Schutzstaffel (SS) nach Plänen des Karlsruher Architekten Hermann Alker begonnen.
  • 31.7.1937:
    Die seit dem Tod ihres ersten Kommandanten Heinrich Koeppen ab Oktober 1939 nach ihm benannte SS-Kaserne wurde am 31. Juli 1937 mit dem Einzug einer SS-Verfügungstruppe, des 1935 bei Soltau aufgestellten III. Bataillons der SS-Standarte ‚Germania‘, belegt und in den Folgejahren von wechselnden Verbänden der Waffen-SS genutzt. Stationiert waren bis Kriegsbeginn 1939 das Bataillon der Verfügungstruppe, ab Dezember 1939 das zuvor in Breslau aufgestellte SS-Totenkopf-Infanterie-Ersatz-Bataillon I (im Dezember 1940 zunächst nach Stralsund und dann nach Warschau verlegt), sowie 1940/41 ein SS-Gruppenführer-Lehrgang. Nach Abzug des Totenkopfverbandes wurde mit Wirkung vom 15. Februar 1941 durch das SS-Führungshauptamt und auf Befehl des ‚Reichsführers SS‘, Heinrich Himmler, „zur Sicherung eines geeigneten Unterführernachwuchses“ die SS-Unterführerschule Radolfzell (USR) in der Heinrich-Koeppen-Kaserne stationiert. Zwischen Mai 1941 und Januar 1945 befand sich zudem ein Außenkommando des Konzentrationslagers Dachau auf dem Kasernenareal.
  • 9./11.11.1938: 
    Die SS-Verfügungstruppe aus Radolfzell sprengte im Verlauf der Reichspogromnacht am 9./10. November 1938 die Synagogen von Konstanz, Gailingen, Wangen und Randegg (Gottmadingen). Das Radolfzeller SS-Bataillon kam überdies bei der Annexion Österreichs, der Besetzung der Sudetendeutschen Gebiete, der Zerschlagung der Tschechoslowakei und beim Überfall auf Polen zum Einsatz. Außerdem war der Radolfzeller Totenkopfverband an den örtlichen Maßnahmen im Rahmen der sogenannten Wagner-Bürckel-Aktion im Herbst 1940 beteiligt: binnen weniger Tage wurden am 22. Oktober 1940 alle 234 Jüdinnen und Juden aus der Umgebung von Radolfzell und der Höri in das südfranzösische Internierungslager Gurs deportiert.
  • 1941 bis 1945:
    Zahlreiche, darunter hochrangige und für Kriegsverbrechen verantwortliche Mitglieder der Waffen-SS waren in der Radolfzeller Unterführerschule zwischen 1941 und 1945 als wechselnde Ausbilder von Unterführeranwärtern tätig, die jeweils über mindestens drei Monate militärisch und im Sinne des Nationalsozialismus ‚weltanschaulich‘ geschult wurden, bevor sie schließlich, wie ihre Ausbilder, an den verschiedenen Fronten des Krieges zum Einsatz kamen.

  • Mai 1941:
    Mit dem ersten Kontingent von über einhundert Häftlingen aus Dachau – sie wurden unter anderem zum Bau eines Großkaliber-Schießstandes im Gewann Altbohl (Gemarkung Güttingen und Möggingen) gezwungen – kam auch Dachauer Wachpersonal in das in die SS-Kaserne integrierte KZ-Außenkommando. Die Kasernenwache der Unterführerschule übernahm die Aufsicht über die Häftlinge im Kasernenbereich. Laut „Schulbefehl“ des verantwortlichen USR-Kommandeurs war der Wachdienst „sinngemäß dem der Konzentrationslager“ durchzuführen, was de facto die Übernahme der Dachauer Lagerordnung bedeutete. Bei Außeneinsätzen der Häftlinge war das Dachauer Wachpersonal für den Wachdienst verantwortlich. Erster „Kommandoführer“ zwischen Mai 1941 und August 1942 war der später als Kriegsverbrecher im Dachau-Hauptprozess 1945 von den Amerikanern zum Tode verurteilte und hingerichtete SS-Hauptscharführer Josef Seuß, der in seinem vom Gericht bei Schuldspruch und Strafbemessung berücksichtigten Affidavit zugab, in Radolfzell „besonders hart (particularly hard)“ gegen Häftlinge vorgegangen zu sein und sie misshandelt zu haben. Der Mitangeklagte Hugo Lausterer, Wachmann des Arbeitskommandos unter Seuß zwischen Februar und August 1942, gab über seinen Vorgesetzten zu Protokoll: „SS-Hauptscharführer Seuß schlug die Gefangenen sehr oft während ihrer Zeit in Radolfzell. Er schlug sie mit seinen Händen, mit Stöcken und trat sie auch mit Füßen. Einmal sah ich, wie er einen kranken Häftling schlug, weil der Häftling zu krank für die Arbeit war. Ich sah Seuß auch, wie er Häftlinge von einem 30 bis 50 m hohen Damm hinunterstieß. Er tat dies, nachdem er sie geschlagen hatte“. Im Radolfzeller KZ-Außenkommando kam es, durch überlieferte Dachauer Lagerdokumente nachweislich, zu mindestens zwei Häftlingserschießungen durch das SS-Wachpersonal. In den letzten Kriegstagen verweigerten fünf SS-Soldaten den Dienst und baten an der Schweizer Grenze um Asyl, das ihnen verwehrt wurde. Man übergab sie den deutschen Behörden. Die fünf Soldaten wurden von Angehörigen des SS-Regiments Radolfzell standrechtlich erschossen und auf dem alten Radolfzeller Friedhof bestattet, später zu den Gräbern von fünf „unbekannten Soldaten” auf dem Waldfriedhof verlegt.

  • November 1942
    Zwischen November 1942 und Januar 1943 war der vormalige Oberbefehlshaber der französischen Armee und Verteidigungsminister des Kollaborationsregimes von Vichy, General Maxime Weygand, in der Unterführerschule interniert. 
  • Ende 1944:
    Aus der Unterführerschule wurden Ende 1944 das SS-Regiment ‚Radolfzell‘ unter Obersturmbannführer Willi Braun, sowie Anfang 1945 diverse „Kampfgruppen“ rekrutiert, die noch in den letzten Kriegsmonaten im Gebiet Oberrhein / Colmar und Bodensee operierten.

  • 25.4.1945:
    Einmarsch der französischen Truppen, die Anfang Mai 1945 die Kaserne belegten und diese wie auch den Schießstand ohne größere bauliche Veränderungen nutzten.
  • 1.1.1975:
    Infolge der Eingliederung von sechs Nachbargemeinden überschritt die Einwohnerzahl Mitte der 1970er-Jahre die Grenze von 20.000. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung von Baden-Württemberg mit Wirkung vom 1. Januar 1975 beschloss.
  • 1977: 
    Nach dem Abzug der französischen Streitkräfte aus der Caserne Vauban 1977 sind das Kasernenareal und seine Gebäude sukzessive ziviler Nutzung geöffnet worden und gehören heute zum sogenannten ‚Gewerbegebiet Nord‘. Der aufgelassene Schießstand ist im zunehmend überwucherten Gelände in Ausmaß und Substanz deutlich erkennbar und erhalten.
  • 1990:
    Radolfzell ist Bundesumwelthauptstadt

Quellenhinweis: Dieser Artikel, der kontinuierlich weiterbearbeitet wird, verwendet als Ausgangsbasis den Artikel „Radolfzell“ aus der deutschsprachigen Wikipedia.

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