Cognationsprinzip

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[ 03.03.2010 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Als Cognationsprinzip bezeichnet man das Prinzip der gesetzlichen Erbberechtigung (nur) der Blutsverwandten. Im römischen Recht erbten  ursprünglich alle, die unter der „väterlichen Familiengewalt“ standen, also Kinder und Ehefrau (Agnationsprinzip). Das Agnationsprinzip wurde im römischen Recht dann vom Cognationsprinzip verdrängt. Mit der Erbberechtigung der Blutsverwandten (Cognationsprinzip) war der überlebende Ehegatte aus seiner Erbbeteiligung verdrängt. In der geschichtlichen Entwicklung konnte er nur schwer wieder eine Teilhabe am Nachlass erzielen. Je jünger die gesetzliche Regelung, um so stärker wird aber der überlebende Ehegatte wieder an der Erbschaft beteiligt. Seine Beteiligung entwickelte sich schließlich von einem Nießbrauch zu einem echten Erbteil. 

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