Darf ich dem Vater die Hand führen, wenn er das Testament schreibt?

Darf ich dem Vater die Hand führen, wenn er das Testament schreibt? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Darf man dem Erblasser die Hand führen, wenn er das Testament schreibt?

Ein 71jähriger verstarb 1999. Schriftbild und Unterschrift seines Testaments waren unterschiedlich. Der zum Alleinerben bestimmte Freund erklärte, er habe nur „die zittrige Hand des Erblassers“ beruhigt, während dieser die Schriftzüge „geformt habe“. Laut Gericht war das Testament ungültig: Durch Dritte hergestellte Texte seien unwirksam,

„selbst wenn sie in Anwesenheit des Erblassers nach dessen Willen und Weisung angefertigt und vom Erblasser eigenhändig unterschrieben worden sind“.

OLG Hamm v. 11.9.2001 – Az. 15 W 224/01

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Menü