Erbanfallsteuer

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[ 20.03.2010 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

In Deutschland ist die Erbschaftsteuer als Erbanfallsteuer ausgestaltet. Bei der Erbanfallsteuer wird das jeweils dem einzelnen Erben anfallende Erbe bzw. der Vermögenszuwachs des einzelnen Erben oder Vermächtnisnehmers etc. besteuert.  Besteuert wird die dem einzelnen Erwerber durch den Erwerb von Todes wegen zuwachsende Steigerung seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Bei der Erbschaftsteuer unterliegt also nicht eine Person (wie bei der Einkommensteuer), sondern der dieser Person anfallende Erwerb der persönlichen Steuerpflich (Erbanfallsteuer).

Der Gegenbegriff ist die Nachlasssteuer. Bei Steuersystemen, die als Nachlassteuer ausgestaltet sind, wird der Nachlass als Ganzes versteuert. Im Prinzip handelt es sich um eine nachträglich Vermögensteuer auf das Vermögen des Erblassers.

Die Erbanfallsteuer ist günstiger, weil sie aufgrund der Differenzierung in einzelne Erwerbe(r) eine bessere Berücksichtigung der Verwandtschaftsverhältnisse (je näher verwandt, desto weniger Steuern) und der Freibeträge (für den einzelnen Erwerber) ermöglicht.

 

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