Erbengemeinschaft: Muss der Bruder als Miterbe Miete zahlen?

Fachanwalt für Erbrecht, Gerhard Ruby, Villingen, Schwenningen, Rottweil, Radolfzell

Muss der Bruder als Miterbe Miete zahlen?

Darf der Miterbe mietfrei wohnen?

Unsere verwitwete Mutter ist gestorben. Wir vier Kinder sind Erben zu  je 1/4 geworden. Der jüngste Bruder wohnte immer kostenlos im „Hotel Mama“. Das Haus ist der wesentliche Nachlassgegenstand. Wir sehen nicht ein, dass er weiter wie die Made im Speck lebt. Können wir Miete von ihm verlangen?

„Miete“ kann verlangt werden

 Ja, sie können von Ihrem Bruder eine sogenannte Nutzungsentschädigung (das ist letztlich das Gleiche wie eine Miete) verlangen.

Klassiker kostenloses Wohnen

Dass ein Miterbe ein zum Nachlass gehörendes Haus alleine weiternutzt, ohne etwas dafür zahlen zu wollen, ist ein erbrechtlicher Klassiker, kommt also oft vor.

Grundsätzlich gilt: Jeder Miterbe hat das Recht, zum Nachlass gehörende Gegenstände – also auch ein Haus – zu nutzen; denn jedem gehört alles. Allerdings darf der Erbe das gleichrangige Nutzungsrecht der anderen nicht beeinträchtigen.

„Miete“ muss verlangt werden

Wenn also der Miterbe im Haus wohnt, muss er wegen seines Nutzungsrechts grundsätzlich keine Miete zahlen. Erst wenn die Miterben verlangen, dass er eine Nutzungsentschädigung zahlt, ist diese „Miete“ zur Zahlung fällig.

Tipp

Wir fordern für Sie als Miterben in rechtlich korrekter Weise den oder die Miterben auf, eine Nutzungsentschädigung für die Nutzung des Hauses zu zahlen.

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Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

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