Erbschaftsteuer mit vermachen (Übernahme der Erbschaftsteuer)

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[ 20.05.2012 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Es führt insgesamt zu einer Ersparnis bei der Schenkungsteuer oder auch Erbschaftsteuer, wenn der Schenker gleichzeitig die Schenkungsteuer mit verschenkt bzw. mit vermacht.

Das nachfolgende Beispiel bezieht sich zwar auf eine Schenkung, gilt aber genauso wenn A der B 420.000 Euro von Todes wegen zuwendet und ihr zusätzlich die geschuldete Erbschaftsteuer mit vermacht, so dass sie zusätzlich aus dem Nachlass zu entrichten ist.

Beispiel: A schenkt seiner Lebensgefährtin B 400.000 Euro und übernimmt gleichzeitig die von B geschuldete Schenkungsteuer.

Klar ist, dass B die 420.000 Euro voll behalten darf. Die Steuer wird wie folgt ermittelt:

Schenkung 420.000 Euro

abzüglich Freibetrag ./. 20.000 Euro

= steuerpflichtiger Erwerb von 400.000

Steuersatz 30 %

= Steuer i.H.v. 120.000

Ermittlung der endgültigen Steuer: 420.000 + 120.000 = 540.000

./. Freibetrag 20.000

= 520.000

x 30 % Steuersatz

= 156.000 Euro Steuern

Im Ergebnis zahlt A also 420.000 + 156.000 Euro = 576.000 Euro und es kommen 420.000 Euro bei B an.

Hätte A der B von vornherein 576.000 Euro geschenkt, wäre folgende Schenkungsteuer angefallen:

Schenkung 576.000 Euro

./. 20.000 Euro Freibetrag

= 556.000 Euro

x 30 % Steuersatz

= 166.800 Eur Steuern

Es wären bei B also nur 576.000 minus 166.800 Euro angekommen, also nur 409.200 Euro, das sind 10.800 Euro weniger.

Man kann also Geld sparen, wenn man die Schenkungsteuer mitschenkt bzw. im Todesfalle mit vermacht.

 

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