Gebäudeschenkung (mittelbare)

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[ 04.10.2010 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Die Steuersparmodelle der mittelbaren Grundstücksschenkung und der mittelbaren Gebäudeschenkung haben seit der Erbschaftsteuerreform zum 1.1.2009 nahezu ihre gesamte Attraktivität eingebüßt. Vor diesem Zeitpunkt waren die mittelbaren Schenkungen wegen des Unterschieds der steuerlichen Grundstücks- und Gebäudewarte attraktiv. Durch die Anpassung der Steuerwerte an die Verkehrswerte ist diese Attraktivität im Wesentlichen dahin.

Ein Beispiel aus der Zeit vor dem 1.1.2009 (unser alter Text) mag die frühere Attraktivität verdeutlichen:

Dass man mit der mittelbaren Grundstücksschenkung Steuern sparen kann ist bekannt: Schenkt der Vater V z.B. 300.000 € zum Kauf eines bestimmten Hausgrundstücks, das einen Steuerwert von nur 150.000 € hat, muss der beschenkte Sohn S nicht aus 300.000 €, sondern nur aus 150.000 € Schenkungssteuer zahlen.

Kaum bekannt, ist die mittelbare Gebäudeschenkung: Hat der S bereits ein unbebautes Grundstück(z.B. mit Steuerwert von 144.000 € = 600qm x 300 € x 80 %) kann der V dem S die gesamten Kosten für den Bau eines Einfamilienhauses bezahlen, ohne dass nennenswerte Schenkungssteuer anfällt. Der S ist nur um den steuerlichen Mehrwert des bebauten Grundstücks gegenüber dem unbebauten Grundstück bereichert (z.B. mit Steuerwert von 150.000 € =Jahresmiete 10.000€ x 12,5 + 20 % , so dass der S nur um 6.000 € gegenüber dem unbebauten Grundstück bereichert ist, und höchstens 420 € Steuern zahlt, obwohl er ein ganzes Haus gezahlt bekam

 

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