Gescheiterte Unternehmensnachfolge

Gescheiterte Unternehmensnachfolge. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Gescheiterte Unternehmensnachfolge

Hat der Unternehmer U Gesellschaftsanteile (z.B. KG-Anteile) zu vererben, ist darauf zu achten, dass Gesellschaftsvertrag und Unternehmertestament wie Zahnräder ineinander greifen.

Hier darf kein Testament ohne vorherige Prüfung des Gesellschaftsvertrages errichtet werden Im Gesellschaftsvertrag ist nämlich durch sog. Nachfolgeklauseln geregelt, ob der KG überhaupt vererblich ist und ggf. an wen.

Nachfolgend ein Negativbeispiel für eine gescheiterte Nachfolgeklausel: Steht im Gesellschaftsvertrag, dass die Gesellschaft nach dem Tod des Unternehmers U nur mit seinen Abkömmlingen fortgesetzt werden kann und setzt U, der den Gesellschaftsvertrag nie richtig gelesen hatte, in einem Berliner Testament seine Ehefrau E zur Alleinerbin und den Sohn A zum Schlusserben ein, kann weder die E noch der S Gesellschafter werden: Ehefrau E ist im Gesellschaftsvertrag  nicht als Nachfolgerin zugelassen und Sohn S erhält nichts, weil er auf den ersten Todesfall enterbt ist.

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