Geschenkte Luxuskreuzfahrt im Wert von 250.000 Euro ist steuerfrei

Geschenkte Luxuskreuzfahrt. Erklärt von Gerhard Ruby, Spezialist für Erbrecht, Villingen – Rottweil – Radolfzell

Weltreise für 500.000

Ein Mann hatte seine Freundin zu einer einer fünfmonatigen Weltreise eingeladen. In der Luxussuite eines Kreuzfahrschiffs ging es um die Welt. Die Weltreise für beide kostete insgesamt stolze 500.000 Euro. Die Freude wurde allerdings getrübt. Das Finanzamt schickte der Freundin nämlich einen Schenkungsteuerbescheid über 25.000 Euro. Geschenkt seien die Kosten für Anreise, Ausflüge und Verpflegung der Frau.

Schenkungsteuer für die Freundin?

Das Finanzgericht Hamburg sah dies  anders. Es hob den Steuerbescheid am 12. Juni 2018 auf (Aktenzeichen 3 K 77/17). Die Freundin habe nämlich nicht frei über die Zuwendung des Mannes verfügen können. Dies müsse bei einer Schenkung aber der Fall sein. Die Zuwendung durch den Partner sei aber an die Bedingung geknüpft gewesen, ihn zu begleiten. Eine Schenkung müsse auch zu einer Vermögensvermehrung beim Beschenkten führen. Das Vermögen der Frau habe sich durch die Kreuzfahrt aber nicht vergrößert.

Keine Vermögensmehrung

Die „Mitnahme“ auf die Kreuzfahrt sei nur eine Gefälligkeit. Eine Vermögensmehrung bei der Freundin sei auch nicht dadurch erfolgt, dass der Mann auf einen Wertausgleich verzichtet habe. Die Reisebegleitung der Freundin habe sich vielmehr im gemeinsamen Konsum erschöpft. Es handele sich um Luxusaufwendungen, die die Frau sonst niemals aufgebracht hätte.

Bundesfinanzhof

Die Entscheidung ist allerdings nicht rechtskräftig. Das Finanzgericht Hamburg hat die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen.

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