Grundbesitzwert

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[ 05.10.2010 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

1. Unbebaute Grundstücke

Unbebaute Grundstücke werden mit den Bodenrichtwerten angesetzt. Der Wert ermittelt sich hier wie folgt:Grundstücksfläche x Bodenrichtwert

2. Bebaute Grundstücke

a) Der Wert von Ein- und Zweifamilienhäuser, Wohnungs- und Teileigentum wird im sogen. „Vergleichswertverfahren“ ermittelt.

Hierzu werden die Verkaufspreise vergleichbarer Objekte in gleicher Lage und Ausstattung herangezogen und mit dem hier angegebenen Wert verglichen.

Liegen derartige Vergleichswerte nicht vor, kommt das sogen. „Sachwertverfahren“ zum Zuge. Hier ermittelt sich der Wert eines Objekts sodann wie folgt:

Regelherstellungskosten je Flächeneinheit x Bruttogrundfläche =

Gebäuderegelherstellungswert

./. Alterswertminderung

= Gebäudesachwert

+ Bodenwert

= vorläufiger Richtwert

x Wertzahl

= Sachwert

b) Geschäftsgrundstücke, Mietwohngrundstücke und gemischt genutzte Grunstücke werden im sogen. „Ertragswertverfahren“ bewertet.

Hier wird der Wert wie folgt ermittelt:

Rohertrag (Jahresmiete oder „übliche Miete“)

./. Bewirtschaftungskosten

= Reinertrag des Grundstücks

./. Bodenwertverzinsung (Liegenschaftszinssatz x Bodenwert)

= Gebäudereinertrag

x Vervielfältiger

= Gebäudeertragswert

+ Bodenwert

= Grundbesitzwert

 

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