Grunderwerbsteuer

Druckansicht öffnen 

[ 12.05.2010 ]

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

 

Mit der Grunderwerbsteuer wird der entgeltliche Erwerb von Grundbesitz nach dem Grunderwerbsteuergesetz besteuert. Unentgeltliche Erwerbe von Grundbesitz unterliegen der Schenkungsteuer und nicht der Grunderwerbsteuer.

Man kann Grunderwerbsteuer sparen wenn man statt einer Grundstücksschenkung unter Auflage das Grundstück als Vermächtnis mit Auflage übergehen lässt.

Beispiel: Beabsichtigt der Ehemann M seine Ehefrau F für die Zeit nach seinem Tod abzusichern, indem er ein Grundstück z.B. an seinen Neffen N überträgt, der zeitlebens eine monatliche Rente an die Ehefrau zahlen soll, löst diese Übertragung für den Kapitalwert der Rente Grunderwerbsteuer aus.

Nehmen wir an M schenkt kurz vor seinem Tod dem Neffen N ein Grundstück im Wert von 300.000 Euro mit der Auflage zur Zahlung einer lebenslangen Renge an seine Frau F im Kapitalwert (alles zusammengefasst) von 100.000 Euro. N muss 5.000 Euro Grunderwerbsteuer zahlen und für 200.000 Euro eine Schenkungsteuer über 40.000 Euro.

Wenn M die F als Erbin einsetzt und dem N das Grundstück mit der gleichen Auflage vermacht, ist das Grundstücksvermächtnis als Erwerb von Todes wegen von der Grunderwerbsteuer befreit.

Sind bei einem Erbfall mehrere Erben vorhanden, so geht das gesamte Vermögen ungeteilt auf die Erbengemeinschaft über. Gehört zum Nachlass ein Grundstück, so bleibt der Grundstückserwerb der Erbengemeinschaft nach § 3 Nr. 2 Grunderwerbsteuergesetz grunderwerbsteuerfrei.

Bei der späteren Teilung des Nachlasses müssen die Erben aber aufpassen!

Vollziehen sie die Teilung des Nachlasses, indem sie sich zu Bruchteilen als Eigentümer des Grundstücks eintragen lassen, so fällt Grunderwerbsteuer an, wenn später ein Miterbe die Anteile der anderen im Zuge der Erbauseinandersetzung übernimmt. Hier ist es besser die Erbengemeinschaft fortbestehen zu lassen, bis einer der Miterben das Grundstück von der Erbengemeinschaft übernimmt. Dieser Erwerb von der Erbengemeinschaft (und nicht von den einzelnen Miteigentümern) ist steuerfrei.

 

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Menü