Indexierung: Was ist das?

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Fachanwalt für Erbrecht in Villingen-Schwenningen

Indexierung: Was ist das?

Indexierung ist ein Mittel der Wertsicherung. Durch die Indexierung, die man mit Hochrechnung übersetzen könnte, sollen Geldsummenschulden wertbeständig gemacht werden sollen, um sie der Geldentwertung, also dem Kaufkraftschwund durch Inflation, zu entziehen.

Der Gläubiger soll immer den Betrag erhalten, der wertmäßig der vereinbarten Geldsumme im Augenblick des Vertragsschlusses entspricht (Kaufkraftausgleich). Er soll also z.B. 2015 das Gleiche an Wirtschaftsgütern kaufen können wie z.B. 1980. Der Geldbetrag von 1980 hat in 2015 nicht mehr die gleiche Kaufkraft. Deshalb ist er zu indexieren, im Beispiel mit rund 2,0. Man muss also im Jahr 2015 der Zahl nach die doppelte Geldsumme aufwenden, um die gleiche Kaufkraft wie in 1980 zu haben.

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