Inhalt eines Testaments: Was man im Testament verfügen kann

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Fachanwalt für Erbrecht in Villingen-Schwenningen

Welchen Inhalt kann ein Testament haben?

Das Gesetz nennt die wichtigsten Inhalte, ohne dass es eine abschließende Aufzählung bereitstellt. Trotzdem kann der Erblasser nicht alles, was ihm in den Sinn kommt, in sein Testament aufnehmen. Es können nur solche Verfügungen getroffen werden, die entweder im Gesetz ausdrücklich erwähnt werden oder die sich durch Auslegung aus dem Gesetz erschließen lassen. Folgende Verfügungen kommen in Betracht:

  • Gestaltung der Erbfolge durch Einsetzung eines Vollerben (§ 1940 BGB), durch Bestimmung eines Ersatzerben (§ 2096 BGB) oder Nacherben (§ 2100 BGB) oder durch Enterbung (§ 1938 BGB),
  • Anordnung eines Vermächtnisses (§ 1939 BGB) oder einer
  • Auflage (§ 1940 BGB),
  • Modifizierung oder Entziehung des Dreißigsten (§ 1969 Abs. 1 S. 2 BGB),
  • Ausschluss der Auseinandersetzung in Ansehung des gesamten Nachlasses oder einzelner Nachlassgegenstände (§ 2044 BGB) oder
  • Teilungsanordnung (§ 2048 BGB), die bestimmt, wie geteilt werden soll
  • Ernennung eines Testamentsvollstreckers (§ 2197 BGB),
  • Entziehung eines Pflichtteils (§ 2336 Abs. 1 BGB) unter den Voraussetzungen und Beschränkungen aus § 2333 BGB (§ 2338 BGB)
  • familienrechtliche Anordnungen wie z. B. die Bestimmung über die Zuordnung von Gegenständen zum Vorbehaltsgut (§ 1418 Abs. 2 Nr. 2 BGB), über die Ausschließung eines Abkömmlings von der fortgesetzten Gütergemeinschaft (§ 1511 BGB), Anordnungen über die Verwaltung des durch den Erbfall erlangten Vermögens eines Kindes durch die Eltern (§§ 1639, 1640 Abs. 2 Nr.2 BGB) oder durch den Vormund (§ 1803 BGB), wobei auch die Eltern von der Vermögensverwaltung ausgeschlossen werden können (§ 1638 BGB), die Benennung eines Vormunds (§ 1777 Abs. 3 BGB)

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Menü