Lebensgefährte: Schlecht fürs Erben

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Gerhard Ruby, Fachanwalt und Spezialist für Erbrecht aus Baden-Württemberg

Der nichteheliche Lebensgefährte

bzw. Lebensgefährtin hat nach dem Gesetz keinerlei Erbansprüche am Nachlass des verstorbenen Partners. Wer seinen Lebensgefährten nach dem eigenen Tod bedenken und absichern will, muss daher ein Testament errichten.

Lebensgefährten sind keine Lebenspartner

im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes. Sie haben also keinen Freibetrag für das Erbe von 500.000 Euro und gehören auch nicht zur günstigen Erbschaft- und Schenkungsteuerklasse I, sondern zur ungünstigen Steuerklasse III.

Die steuerliche Belastung für den erbenden nichtehelichen Lebensgefährten ist sehr hoch, da nur ein Freibetrag von 20.000 Euro zur Verfügung steht und der Eingangssteuersatz für die Erbschaftsteuer bei 30 Prozent liegt.

Doch heiraten?

Im Hinblick auf die Witwenrente, die Erb- und Pflichtteilsquoten und die Erbschaftsteuer, sollte doch über eine Heirat nachgedacht werden. Eheverträge können so gestaltet werden, dass alle Vorteile mitgenommen, die Nachteile bei einer Scheidung ausgeschlossen werden können. Wir beraten Sie gerne.

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