Missbrauchsgefahren bei einer notariell beurkundeten Vorsorgevollmacht

Missbrauchsgefahren bei einer notariell beurkundeten Vorsorgevollmacht Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Missbrauchsgefahren bei einer notariell beurkundeten Vorsorgevollmacht

Eine notarielle Vorsorgevollmacht eines Elternteils für ein Kind, die als Generalvollmacht unter Gestattung von Insichgeschäften ausgestaltet ist, birgt folgende Gefahren:

  • das Kind kann  Vater / Mutter zu Bürgen für eigene oder fremde Schulden erklären
  • das Kind kann mit dem Vermögen der Eltern Wertpapiere kaufen, um zu spekulieren und alles verlieren
  • das Kind kann das Haus der Eltern mit einer Grundschuld belasten, um eigene oder fremde Schulden abzusichern
  • das Kind kann Schenkungen machen, an sich selbst und an andere, z.B. kann es sich das Haus der Eltern schenken (alles schon passiert).
  • das Kind kann die Bankkonten der Eltern abräumen
  • und vieles mehr

Es ist also ein Irrglaube zu meinen die  Vorsorgevollmacht sei das alleinseligmachende Instrument der Vorsorge. Oftmals wäre ein Betreuung unter der Aufsicht des Betreuungsgerichtes besser gewesen.

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