Nachlassplanung durch Testament

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Oft wird die vom Gesetz vorgesehene Erbfolge den Wünschen der Menschen nicht gerecht werden. Hier sind viele Gründe denkbar: So kann die persönliche Bindung zu den eigenen Kindern sehr unterschiedlich sein, so dass der Erblasser dem einen mehr, dem anderen weniger geben möchte. Oder man möchte sogar die Kinder enterben und / oder zunächst nur den Ehegatten als Alleinerben einsetzen. Für solche Fälle stellt das Gesetz verschiedene Instrumente zur Verfügung, durch die der Erblasser seinen individuellen letzten Willen zum Ausdruck bringen kann. Ein wichtiges Instrument ist das Testament.

1. Wer kann ein Testament errichten?
Die sogenannte Testierfähigkeit, also die Fähigkeit, ein Testament zu errichten, zu ändern oder aufzuheben, beginnt mit der Vollendung des 16. Lebensjahrs.

2. Eigenhändiges Testament
Das privatschriftliche =  eigenhändige Testament können Sie ohne Einschaltung eines Notars oder einer anderen öffentlichen Stelle errichten.

3. Aufbewahrung des eigenhändigen Testaments
Das eigenhändige Testament können Sie an jedem beliebigen Ort aufbewahren. Zu empfehlen ist die Hinterlegung beim Nachlassgericht (in Baden-Württemberg bis 2018: Notariat)

4. Änderung des eigenhändigen Testaments
Das einmal errichtete eigenhändige Testament können Sie jederzeit nachträglich ändern.

Widerruf des eigenhändigen Testaments
Sie können Ihr eigenhändiges Testament jederzeit ganz oder teilweise widerrufen.

5. Öffentliches Testament
Ein öffentliches oder notarielles Testament wird bei einem Notar errichtet.

6. Errichtung des öffentlichen Testaments durch mündliche Erklärung
Die Testamentserrichtung durch mündliche Erklärung zur Niederschrift des Notars bildet den Regelfall des öffentlichen Testaments.

7. Errichtung des öffentlichen Testaments durch Übergabe einer Schrift
Ein öffentliches Testament können Sie auch in der Form errichten, dass Sie dem Notar eine Schrift mit der Erklärung übergeben, dass diese Schrift Ihren letzten Willen enthalte.

8. Amtliche Verwahrung 
Das öffentliche Testament wird nach der Beurkundung durch den Notar immer in besondere amtliche Verwahrung gebracht. Das private Testament kann für nur 75 Euro beim Nachlassgericht verwahrt = hinterlegt werden.

9. Widerruf des öffentlichen Testaments
Auch Ihr öffentliches Testament oder einzelne Verfügungen in Ihrem öffentlichen Testament können Sie jederzeit widerrufen.

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Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

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