Notizzettel als Testament?

Notizzettel als Testament? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Notizzettel als Testament?

Ein 2005 verstorbener Mann hinterließ ein Erbe im Wert von 730.000 Euro. Kurz vor dem Tod schrieb er seiner Frau einen Notizzettel (7,5 x 10,5 cm). Mit dem Zettel solle sie zum Notar gehen, „damit der Erbschein für Dich ausgestellt werden kann.“ Die Frau fühlt sich als Alleinerbin. Das Gericht verneinte dies. Der Zettel sei zwar unterschrieben aber nicht mit „Testament“ oder „Letzter Wille“ überschrieben. Das Papier spreche gegen den „ernstlichen Testierwillen“ des 76jährigen Erblassers.

OLG München v. 25.9.2008 – Az. 31 Wx 042/08

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