BGB § 2115 Zwangsvollstreckung gegen Vorerben

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Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

1. Ist eine Verfügung über einen Erbschaftsgegenstand durch Zwangsvollstreckung, Arrestvoll oder durch den Insolvenzverwalter dem Nacherben gegenüber wirksam?

Eine Verfügung über einen Erbschaftsgegenstand, die im Wege der Zwangsvollstreckung oder der Arrestvollziehung oder durch den Insolvenzverwalter erfolgt, ist nur dann dem  Nacherben gegenüber wirksam, wenn der Anspruch eines Nachlassgläubigers oder an einem Erbschafgsgegenstand bestehenden Recht geltend gemacht wird, das im Falle des Eintritts des Nacherbfalls dem Nacherben gegenüber wirksam wäre.

§ 2115 BGB Zwangsvollstreckungsverfügungen gegen Vorerben
   Eine Verfügung über einen Erbschaftsgegenstand, die im Wege der Zwangsvollstreckung oder der Arrestvollziehung oder durch den Insolvenzverwalter erfolgt, ist im Falle des Eintritts der Nacherbfolge insoweit unwirksam, als sie das Recht des Nacherben vereiteln oder beeinträchtigen würde. Die Verfügung ist unbeschränkt wirksam, wenn der Anspruch eines Nachlassgläubigers oder ein an einem Erbschaftsgegenstand bestehendes Recht geltend gemacht wird, das im Falle des Eintritts der Nacherbfolge dem Nacherben gegenüber wirksam ist.

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