BGB § 2351 Aufhebung des Erbverzichts

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Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

1. Kann der Erbverzichtsvertrag wieder aufgehoben werden?

Ja, durch einen Vertrag welcher der notariellen Beurkundung bedarf.

§ 2351 BGB Aufhebung des Erbverzichts
   Auf einen Vertrag, durch den ein Erbverzicht aufgehoben wird, findet die Vorschrift des § 2348 und in Ansehung des Erblassers auch die Vorschrift des § 2347 Abs. 2 Satz 1 erster Halbsatz, Satz 2 Anwendung.

§ 2348 BGB Form
   Der Erbverzichtsvertrag bedarf der notariellen Beurkundung.

§ 2347 BGB Persönliche Anforderungen, Vertretung
   (1) Zu dem Erbverzicht ist, wenn der Verzichtende unter Vormundschaft steht, die Genehmigung des Familiengerichts erforderlich; steht er unter elterlicher Sorge, so gilt das Gleiche, sofern nicht der Vertrag unter Ehegatten oder unter Verlobten geschlossen wird. Für den Verzicht durch den Betreuer ist die Genehmigung des Betreuungsgerichts erforderlich.
   (2) Der Erblasser kann den Vertrag nur persönlich schließen; ist er in der Geschäftsfähigkeit beschränkt, so bedarf er nicht der Zustimmung seines gesetzlichen Vertreters. Ist der Erblasser geschäftsunfähig, so kann der Vertrag durch den gesetzlichen Vertreter geschlossen werden; die Genehmigung des Familiengerichts oder Betreuungsgerichts ist in gleichem Umfang wie nach Absatz 1 erforderlich.

§ 2348 BGB Form
   Der Erbverzichtsvertrag bedarf der notariellen Beurkundung.

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