Rückforderungsrecht bei Schenkungen sollte immer vereinbart werden

Rückforderungsrecht bei Schenkungen, erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Fachanwalt für Erbrecht, Rottweil, Radolfzell, Villingen-Schwenningen

Rückforderungsrecht bei Schenkungen

In einem Übergabevertrag kann man sich das Recht vorbehalten, die Schenkung zu widerrufen bzw. sich die Rückforderung des geschenkten Gegenstands, z.B. eines Hauses, vorbehalten.

Bedingungen für die Rückforderung

Es gibt bedingte Rückforderungsrecht, die nur beim Eintritt gewisser Bedingungen die Rückforderung ermöglichen, z.B.

  • beim Vorversterben des Beschenkten
  • beim Vermögensverfall des Beschenkten
  • falls der Beschenkte ohne Zustimmung des Übergebers über den Schenkungsgegenstand verfügt, z.B. das Haus verkauft
  • im Falle der Scheidung des Beschenkten.

Freie Rückforderung ohne Bedingungen

Wer nur aus steuerlichen Gründen schenkt, also z.B. die Steuerfreibeträge für Kinder von 400.000 Euro alle zehn Jahre ausnutzen will, sollte sich ein freies Rückforderungsrecht vorbehalten, wonach er die Schenkung jederzeit ohne Angabe von Gründen zurückfordern kann. Wenn sich das Verhältnis zum beschenkten Kind verschlechtert, kann er das Geschenk zurückholen. Meistens verhindert das freie Rückforderungsrecht schon die Verschlechterung dieses Verhältnisses und sichert die Dankbarkeit der beschenkten Kinder 😉

In der Praxis stehen viele Notare dem freien Rückforderungsrecht viel zu ängstlich gegenüber. Ein Übergabe unter Nießbrauchsvorbehalt mit freiem Rückforderungsrecht ist im privaten Vermögensbereich grundsätzlich empfehlenswert. Nur als Pflichtteilsvermeidungsstrategie taugt sie natürlich – wegen des Nießbrauchsvorbehalts – nicht.

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Menü