Schenken will gelernt sein

Schenken will gelernt sein. Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Schenken will gelernt sein

Das zeigt ein  Fall, den der Bundesfinanzhof gerade entschieden hat. Nach dem Gesetz ist jede Schenkung binnen drei Monaten von den Beteiligten dem Erbschaftssteuer-Finanzamt (für Schwarzwald und Baar: FA VS) anzuzeigen. Eine Anzeige beim normalen Wohnsitz-Finanzamt reicht nicht aus. „Vergessen“ Schenker oder Beschenkter dem Erbschaftssteuer-Finanzamt die Schenkung anzuzeigen, hat dies zur Folge, dass die Schenkungssteuer nicht wie gewöhnlich innerhalb von 10 Jahren „verjährt“. Im Gegenteil: Es tritt überhaupt keine Verjährung ein, was für Altfälle hochinteressant ist.

Beispiel:
Hat der Vater V seinem Sohn im Jahre 1979 DM 500.000,-geschenkt, ist bei „vergessener“ Anzeige noch heute die Festsetzung von Schenkungsteuer über 15.722 Euro möglich.

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