Schenkungsteuer ist ein Kind der Erbschaftsteuer

Gerhard Ruby ist Focus-Topanwalt für Erbrecht 2020

Schenkungsteuer

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Freigebigkeit wird besteuert

Die Schenkungsteuer ist eine Steuer, die auf unentgeltliche Zuwendungen unter Lebenden (Schenkungen) erhoben wird. Das Steuerrecht spricht von freigebigen Zuwendungen.

Von der Schenkungsteuer ist die Erbschaftsteuer zu unterscheiden, die im Hinblick auf Zuwendungen im Erbgang, also infolge des Todes des bisherigen Eigentümers anfällt.

Geben mit warmer oder kalter Hand

Bis auf wenige Ausnahmen wird die Schenkungsteuer nach den gleichen gesetzlichen Regeln wie die Erbschaftsteuer erhoben, weswegen sie zumeist unter dem Oberbegriff der Erbschaftsteuer behandelt wird. Die Schenkungsteuer ist letztlich eine Steuer, die es verhindern soll, die Erbschaftsteuer dadurch zu vermeiden, dass man nicht vererbt, sondern zu Lebzeiten überträgt. Im steuerlichen Ergebnis ist Schenken und Vererben das Gleiche. Besteuert wird der Zuwachs an wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit beim Empfänger. Es ist egal ob er mit warmer oder kalter Hand bedacht wird.

Andere Länder

Es gibt aber auch Länder, die Schenkungen wie Einkommen (auch als Kapitalgewinneinkommen) behandeln und entsprechend versteuern, wie teilweise in Dänemark, Litauen, Rumänien und im Vereinigten Königreich. Zudem gibt es Staaten, in denen vor dem Tod des Erblassers innerhalb einer bestimmten Frist gemachte Schenkungen dem Steuerwert des Nachlasses zugeschlagen werden, wie in den Niederlanden, in Norwegen und im Vereinigten Königreich.

Auch der Schenker haftet

Schuldner der Schenkungsteuer ist grundsätzlich der Zuwendungsempfänger, wobei in den meisten Staaten aber der Schenker subsidiär mit haftet, wie in Deutschland.

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