Strohal § 005 Erbrecht im subjektiven Sinne

 

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

 

4. Erbrecht im subjektiven Sinne

§ 5.

Der Ausdruck „Erbrecht“ wird hier nicht nur in objektivem, sondern auch in subjektivem Sinne gebraucht. Unter Erbrecht in objektivem Sinne versteht man die Summe von Vorschriften, welche sich auf das Schicksal des von einem Verstorbenen hinterlassenen Vermögens beziehen. Von Erbrecht in subjektivem Sinne kann man in vierfacher Bedeutung reden:

1. Man bezeichnet als Erbrecht (im Sinne von ius successionis) vor allem die infolge des definitiv gewordenen Erbschaftserwerbs sich ergebende rechtliche Stellung des Erben (vgl. z.B. §§ 2353, 2376).

2. Die Bezeichnung Erbrecht (im Sinne von ius succedendi) verdient aber auch schon das aus dem Anfall der Erbschaft sich ergebende Recht des Erben, den vorläufig nur provisorisch eingetretenen Erbschaftserwerb durch Annahme zum definitiven zu machen oder aber die Erbschaft auszuschlagen (vgl. §§ 1946, 1952).

3. Erbrecht darf auch genannt werden die nach § 2108 möglicherweise schon mit dem Zeitpunkt des Erbfalls, unter Umständen aber erst mit einem späteren Zeitpunkte eintretende vererbliche Anwartschaft des als Nacherbe Engesetzten auf den künftigen Eintritt des Falles der Nacherbfolge.

4. Das Gesetz spricht aber endlich vom Erbrecht im subjektiven

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Sinne auch mit Bezug auf die selbstverständliche und vererbliche Aussicht jemandes, aufgrund des Gesetzes oder einer Verfügung von Todes wegen Erbe eines z.Zt. noch Lebenden zu werden (vgl. § 2346, 2349, 2350, 2352).

 

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