Testament: Wie sagt man richtig „Dankeschön“?

 

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

 

Wer Freunde in einem Testament bedenken will, will sie deswegen nicht gleich zu Haupterben machen. Juristisch gesehen, sollen sie gar nicht Erben werden, denn der Erbe muss auch für die Schulden des Erblassers gerade stehen.

Wer dem Freund zum Beispiel einen Geldbetrag, oder das Auto, oder eine Goldmünze oder ein Buch oder ein Möbelstück zuwenden will, setzt ihm ein Vermächtnis aus. Bitte ja keine „Auflage“ anordnen. Nur bei einem Vermächtnis kann der Freund seinen Anspruch auf das Auto etc. auch durchsetzen, wenn der Erbe es nicht herausrücken will. Er kann das Vermächtnis wie jeden anderen Anspruch auch zur Not eben bei Gericht einklagen.

Um das Dankeschön für Nichterben abzusichern, sollte man ihnen ein Vermächtnis zuwenden.

 

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