Testamentsvollstreckerzeugnis: Der Nachweis für die Testamentsvollstreckerbefugnisse

 

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Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

 

So wie der Erbe einen Erbschein als Ausweis über sein Erbrecht bekommt, erhält der Testamentsvollstrecker auf Antrag ein Testamentsvollstreckerzeugnis, damit er im Rechtsverkehr seine Verfügungsbefugnis nachweisen kann. Das TV-Zeugnis ist vom TV nach Beendigung seines Amtes an das Nachlassgericht zurückzugeben. Zu beachten ist die Besonderheit, dass das TV-Zeugnis von selbst kraftlos wird, wenn der TV sein Amt beendet, d.h. alle seine Aufgaben erledigt hat. Hier braucht es also keiner Einziehung oder Kraftloserklärung wie beim Erbschein.

§ 2368 BGB Testamentsvollstreckerzeugnis
(1) Einem Testamentsvollstrecker hat das Nachlassgericht auf Antrag ein Zeugnis über die Ernennung zu erteilen. Ist der Testamentsvollstrecker in der Verwaltung des Nachlasses beschränkt oder hat der Erblasser angeordnet, dass der Testamentsvollstrecker in der Eingehung von Verbindlichkeiten für den Nachlass nicht beschränkt sein soll, so ist dies in dem Zeugnis anzugeben.
(2) (aufgehoben)
(3) Die Vorschriften über den Erbschein finden auf das Zeugnis entsprechende Anwendung; mit der Beendigung des Amts des Testamentsvollstreckers wird das Zeugnis kraftlos.

 

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