Testamentsvollstreckung – Macht das Sinn?

Testamentsvollstreckung – Macht das Sinn? Erklärt von Gerhard Ruby, Spezialist für Erbrecht

 

Testamentsvollstreckung – Macht das Sinn?

Der Testamentsvollstrecker (TV) setzt nach dem Tod des Erblassers dessen Willen durch. Ohne Testamentsvollstrecker könnten sich die Erben gemeinsam über das Testament hinwegsetzen. Nur die Testamentsvollstreckung garantiert, dass das Testament wirklich vollstreckt wird. In der Regel will der Erblasser, dass

  •  sein Nachlass „gerecht“ verteilt wird.
  • der Nachlass nicht verschleudert, sondern sinnvoll eingesetzt wird.
  • es keinen Streit gibt und der Familienfriede auch nach dem Todesfall erhalten bleibt.
  • Steuerzahlungen vermieden oder zumindest so niedrig wie möglich gehalten werden.

Der Testamentsvollstrecker regelt alles

Testamentsvollstreckung macht immer Sinn, wenn der Erblasser befürchtet, dass eines dieser Ziele in Frage gestellt ist.

Zwar kostet ein Testamentsvollstrecker Geld. Aber er kostet zum Beispiel bedeutend weniger als drei Anwälte, die für die drei Erben um den Nachlass prozessieren. Die Erben gehen sich auch nicht selber an die „Gurgel“. Sie können allenfalls auf den Testamentsvollstrecker „einschlagen“. Da sind sie dann aber doch in aller Regel erstaunlich „zahm“.

Die Vorteile der Testamentsvollstreckung

  1. Arbeitsentlastung
    für Erben, die noch jung sind, im Ausland wohnen, geschäftlich überfordert sind etc..   Wohnungsauflösung, Nachlassicherung, Durchsicht aller Briefe und Unterlagen, Anfertigung des Nachlassverzeichnisses, Klärung rechtlicher Fragen, Steuererkärung etc.;  alles macht der Testamentsvollstrecker.
  2. Alles in einer Hand
    Während in der Erbengemeinschaft viele Köche den Brei verderben, hat der Testamentsvollstrecker die Zügel alleine in der Hand.
  3. Streitvermeidung
    Die Kinder können sich nicht bekriegen. Ansprechpartner ist nämlich nicht der Bruder oder die Schwester als Miterbe, sondern immer der Testamentsvollstrecker.
  4. Sachverstand
    Ein Fachanwalt für Erbrecht ist in Erbrecht und Erbschaftsteuer kompetent. Sollte er dennoch einen Fehler machen, hat er eine Haftpflichtversicherung. Macht ein Laie als Testamentsvollstrecker einen Fehler, ist das Geld oft endgültig verloren. Für einen Steuerberater gilt ähnliches wie für einen Anwalt. Er kennt das Unternehmen und haftet. Es kann sich empfehlen, Anwalt und Steuerberater als Doppelvollstrecker einzusetzen.
  5. Sterbe, aber herrsche
    Nur die Testamentsvollstreckung garantiert die Umsetzung des Erblasserwillens. Der TV ist quasi die verlängerte Hand des Erblassers aus dem Grab heraus.
  6. Schutz des Vermögens
    Der TV kann das Vermögen über Jahre hinweg verwalten. Erträgnisse kann er dann für den Lebensunterhalt junger Erben einsetzen. Ist dem TV die Teilung nach seinem gerechten Ermessen übertragen, kann er die Zerschlagung von Vermögenseinheiten durch deren gerechte Zuteilung verhindern.
  7. Steuern sparen
    Der TV gibt die Erbschaftsteuererklärung ab. Hier können Bewertungs- und Gestaltungsspielräume ausgenutzt werden, wenn der TV steuerlich versiert ist.
  8. Stiftung
    Der TV kann eine vom Erblasser vorgesehene Stiftung gründen und überwachen.
  9. Vermächtnisse und Auflagen werden erfüllt
    Zuwendungen und Auflagen erfüllt der TV. Das ist gerade bei Auflagen sehr wichtig. Auflagen sind nämlich oft nicht einklagbar.
  10. Schutz minderjähriger Erben
    Bei minderjährigen Erben schützt der TV das Erbe vor dem Zugriff der mittellosen Eltern. Er verhindert eine Bevormundung durch das Vormundschaftsgericht.
  11. Schutz behinderter Erben
    Der TV schützt das Erbe eines behinderten Kindes vor dem Zugriff der Sozialbehörden.
  12. Schutz mittelloser Erben
    Der TV schützt das Erbe eines Hartz-IV-Empfängers vor dem Zugriff der Sozialbehörden.
  13. Schutz vor Erbengläubigern
    Über den TV kann das Erbe vor den eigenen Gläubigern des Erben geschützt werden.

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Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

 

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