Schenkungsteuer schenken

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Fachanwalt für Erbrecht, Villingen

Schenkungsteuer schenken

Nach § 10 Abs. 2 ErStG kann der Schenker die Entrichtung der vom Beschenkten geschuldeten Steuer selbst übernehmen. Schenkt zum Beispiel die Tante der Nichte ein Grundstück kann sie ihr zusätzlich (also neben dem Grundstück) die von der Nichte zu zahlende Schenkungsteuer schenken. In diesen Fällen gilt nach dem Gesetz „als Erwerb der Betrag, der sich bei einer Zusammenrechnung des Erwerbs (des Grundstücks) mit der aus ihm errechneten Steuer ergibt“.

Steuern sparen

Die Tante schenkt der Nichte ein Hausgrundstück im Wert von 820.000 Euro. Nach Abzug des Freibetrags von 20.000 Euro beläuft sich die Bemessungsgrundlage für die Schenkungsteuer auf 800.000 Euro. Die Nichte hätte also 30 % Schenkungsteuer hieraus, mithin 240.000 Euro an Steuern zu zahlen. Als Erwerb nimmt das Gesetz also 820.000 Euro plus 240.000 Euro, mithin 1.060.000 Euro an.

Zieht man von diesen 1.060.000 Euro den Freibetrag der Nichte von 20.000 Euro ab, ergeben, sich 1.040.000 Euro, die mit 30 % zu versteuern, sind. Es fällt also eine Schenkungsteuer von 312.000 Euro an.

Es ergibt sich eine Steuerersparnis von 30 % x (312.000 minus 240.000) = von 21.600 Euro.

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