Universalsukzession: Der Erbe tritt in die Fußstapfen des Erblassers

 

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Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

 

Bei dem Begriff Universalsukzession (oder auf deutsch: Gesamtrechtsnachfolge) handelt es sich um einen juristischen Fachbegriff, der eines der Grundprinzipien des deutschen Erbrechts umschreibt. Universalsukzession bedeutet, dass mit dem Todesfall (=Erbfall) das gesamte Vermögen des Erblassers kraft Gesetzes als Einheit auf die Erben übergeht. Dies führt im Ergebnis dazu, dass die Rechtsnachfolger (= die Erben) alle Rechte und Pflichten des Verstorbenen erlangen, ohne dass es jeweils einer gesonderten Übertragung bedarf. Der Erbe wird beispielsweise durch den Erbfall Eigentümer der Immobilien, Konten und sonstiger Vermögensgegenständen des Erblassers, ohne dass weitere Übertragungsakte (beispielswiese Übereignungen und Übergaben oder Umschreibungen im Grundbuch) erforderlich wären.

Das Gegenteil hierzu ist die Einzelrechtsnachfolge oder Singularsukzession, bei der der Rechtsnachfolger lediglich in einzelne Rechtspositionen eintritt.

Die Universalsukzession ist im Erbrecht der Regelfall, zu einer Einzelrechtsnachfolge kommt es nur in Ausnahmefällen, beispielsweise bei gesellschaftsrechtlichen Nachfolgeklauseln oder dem Eintritt in den Mietvertrag nach dem Tod des Mieters.

 

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