Geerbt: Was tun mit Opas Colt?

Geerbt: Was tun mit Opas Colt? Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

Geerbt: Was tun mit Opas Colt?

Manche Erben finden nach dem Tod des Erblassers Waffen auf dem Dachboden oder in einer Kellerecke, wo sie jahrelang völlig ungesichert herumlagen. Viele dieser Erben, die keinen Waffenschein besitzen, wollen die Waffen schnell wieder los werden. Noch bis 31. Dezember 2009 konnten Waffen bei Polizeidienststellen der Region ohne bürokratischen Aufwand abgegeben werden.

Für illegale Waffen gab es zudem eine Amnestie – wer eine solche abgab, blieb straffrei. Seit 2010 gibt es in derartigen Fällen eine strenge strafrechtliche Verfolgung.

Vorsicht: Es ist zu beachten, dass nur Waffenscheininhaber die Waffe persönlich bei der Polizei abgeben dürfen. Wenn der Erbe selbst keinen Waffenschein hat, sollte er die geerbte, gefundene oder nicht mehr benötigte Waffen auf gar keinen Fall persönlich zur Polizei transportieren. Rufen Sie bei der Polizei an, sachverständige Polizeibeamte holen die Waffen nach Absprache beim Erben zu Hause ab.

Die Vorschriften besagen, dass Erben nach Paragraf 37 Waffengesetz „unverzüglich“ den Besitz anzeigen müssen. Die Behörde kann dann die Waffen sicherstellen oder anordnen, dass sie unbrauchbar gemacht oder an einen anderen Berechtigten überlassen werden. Wenn der Erbe die Waffen behalten will, kann er binnen vier Wochen eine Waffenbesitzkarte beantragen. Sofern der Erbe als zuverlässig gilt und die Karte erhält, muss die Waffe aber unschädlich gemacht werden – durch ein Blockiersystem, das ein Fachmann, also ein Büchsenmachermeister, anbringen muss. Zudem dürfen die Waffen dann auch nicht etwa als Schmuckstück an die Wand gehängt, sondern müssen sicher verschlossen werden.

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